Surfbrett

Jeder hat schon einmal Menschen gesehen, welche mit Ihren Surfbrettern über die Wellen reiten. Ob man sich dieses Spektakel in echt ansehen durfte oder nur über das Internet oder den TV- beeindruckend ist es allemal. Dabei wächst die Neugier, sich das Surfen auch selber anzueignen.

Tatsächlich ist das Wellenreiten jedoch gar nicht mal so einfach, wie es ausschaut. Neben der richtigen Technik sind vor allem auch die genutzten Utensilien von maßgeblicher Bedeutung. Die Basis bei alledem stellt das Surfbrett bzw. Surfboard dar.

Bei der riesigen Auswahl auf dem Markt wird es dem Kunden jedoch keinesfalls leicht gemacht, eine Kaufentscheidung zu treffen. Viele Produkte samt unterschiedlichen Eigenschaften sorgen für Verwirrung und veranlassen den Kunden dazu, schlichtweg den Überblick zu verlieren.

Aus diesem Grund wollen wir Ihnen mit diesem Beitrag helfen, genau diesen Überblick wahren zu können. Wir geben Ihnen umfassende Informationen zum Produkt Surfbrett mit an die Hand und informieren Sie über die wesentlichen Produkteigenschaften. Auf diese Weise wird es Ihnen leichter fallen, eine Auswahl zu treffen und nach den wichtigsten Kriterien des Artikels zu suchen.

Insbesondere unserer Kaufberatung kommt dabei eine ganz wesentliche Bedeutung zu. Dort finden Sie aufgelistet diverse Merkmale und Eigenschaften von Surfbrettern vor, welche wir genauer für Sie unter die Lupe genommen haben und aus der Produktbeschreibung ableiten können, auf welche Kriterien Sie besonders achten sollten.

Bei Surfboards sollte nicht unterschätzt werden, wie viele unterschiedliche Punkte von Relevanz werden können, sodass es als Kunde wichtig ist, sich dessen zum einen bewusst zu sein und zum anderen strukturiert und geordnet bei der Kaufentscheidung vorzugehen.

Kaufberatung- auf welche Kriterien Sie vor dem Kauf eines Surfbretts achten sollten

Ein Surfbrett wirkt auf den ersten Blick sehr einfach konstruiert. Tatsächlich gibt es jedoch viele verschiedene Arten, welche alle über diverse Merkmale verfügen und dadurch unterschiedliche Zwecke verfolgen. Insofern geben wir Ihnen im Folgenden die wichtigsten Kriterien mit an die Hand, sodass Sie auf der einen Seite eine guten Überblick bekommen und auf der anderen Seite für sich festlegen können, welches Produkt zu Ihnen passt.

Die Form des Surfbretts

Es gibt viele verschiedene Formen von Surfbretts. So kann man unterscheiden zwischen sogenannten Fish, Shortboards, Funboards, Fun, Minimalibu, Malibu und Longboards. Bereits diese Reihenfolge kennzeichnet die Größe der Bretter, wobei Fish die kleinsten Bretter und Longboards die längsten Bretter sind.

Die unterschiedlichen Formen der Surfbretter wirken sich selbstverständlich auch auf das Verhalten auf dem Board aus. Maßgebliche Punkte sind in diesem Zusammenhang der Auftrieb, die Stabilität, die Manövrierbarkeit und die Geschwindigkeit.

Auf welche Punkte man besonders viel Wert legen möchte und welche wiederum nicht von erheblichem Belang sind, kann lediglich der jeweilige Kunde entscheiden. Maßgeblich sind nämlich dessen Fähigkeiten und Wünsche.

  • Die Softboards zeichnen sich durch eine sehr weiche Oberfläche aus. Die Größen betragen etwa zwischen 165 cm und 250 cm.

Derartige Surfbretter werden vor allem Anfängern ans Herz gelegt, da die große Fläche mit einem erhöhten Volumen eingeht, wodurch man auf kleinen bzw. mittelhohen Wellen hervorragend surfen kann. Zudem sind die Finnen weniger scharf. Das Anpaddeln gestaltet sich mit derartigen Boards sehr leicht und der Auftrieb, also das in die Welle hineinkommen, gestaltet sich verhältnismäßig einfach.

Zudem sind derartige Surfboards sehr stabil, was zum einen das Surfen zu Beginn erleichtert und die etwaige Gefahr sich zu verletzen mindert.

Wenn man jedoch gerade nicht zu den Anfängern oder Kindern gehört, sollte man eher Abstand von derartigen Brettern nehmen. Dies hängt damit zusammen, dass die Manövrierbarkeit sehr eingeschränkt ist, also die Wendigkeit im Wasser gering ist. Zum anderen eignet sich die Surfboards nur für kleinere Wellen.

Ein weiterer negativer Nebeneffekt ist, dass die Boards bereits auf Grund ihrer Größe sehr schwer sind, sodass sich ein Transport sehr schwer gestalten kann.

  • Ein Malibu bzw. Minimalibu verfügt über eine Größe von etwa 250 cm bzw. etwas weniger bei einem Minimalibu und zeichnet sich durch eine breite und dicke Oberfläche aus. Auf Grund des hohen Volumens ist diese Art von Surfbrett ebenfalls gut für Anfänger und Einsteiger geeignet. Als blutiger Anfänger sollte man auf die Softboards zurückgreifen, welche wir bereits oben vorgestellt haben. Als sozusagen fortgeschrittener Anfänger eignen sich dann die Malibus. Sowohl vorne als auch hinten ist das Brett rund geformt, sodass es sehr stabil im Wasser liegt und sich daher für jene Personen eignet, welche noch nicht über die nötige Koordination und Balance verfügen.

Mit Malibus kann man auch kleinen und mittelhohen Wellen reiten. Dabei gestaltet sich der Auftrieb ebenfalls verhältnismäßig leicht, sodass nicht viel Kraftentfaltung nötig ist.

Die Nachteile sind, ähnlich wie bei den Softboards, dass in puncto Dynamik Abstriche gemacht werden müssen. Überdies sind die Boards sehr schwer, sodass das Tragen und Transportieren unbequem ist.

  • Sogenannte Funboards werden gelegentlich auch als Evolution Board bezeichnet. Die Größen des Boards liegen zwischen 180 cm und 250 cm. Es eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Surfen lässt sich damit auf kleinen und mittelhohen Wellen.

Im Gegensatz zu den bereits vorgestellten Malibus bzw. Minimalibus zeichnen sich Funboards durch eine Nose vorne am Brett aus, die weniger voluminös ist. Dies führt dazu, dass man leichter manövrieren kann. Die Steuerung ist somit präziser, kann für einen Anfänger jedoch schwieriger umzusetzen sein. Dafür sind derartige Boards aber sehr stabil.

Eine ähnliche Form wie die Funboards weisen die sogenannten Egg Boards auf. Allerdings sind diese kürzer und breiter.

Als Nachteil kann jedoch angeführt werden, dass im Vergleich zu einem Shortboard in puncto Wendigkeit und Schnelligkeit Abstriche gemacht werden müssen. Außerdem sind derartige Bretter häufig sehr schwer, sodass die Handhabung und der Transport schwerer sind.

  • Ein sogenannter Fish eignet sich für Fortgeschrittene oder sogar Profis. Von der Größe her ist es ähnlich wie ein Shortboard. Allerdings ist das Volumen höher, wodurch ein besserer Auftrieb ermöglicht wird.

Mit einem Fish lassen sich kleine und mittelhohe Wellen surfen.

Die Manövrierbarkeit bei derartigen Boards ist sehr gut. Es ist viel leichter, das Board im Wasser zu steuern und allgemein Wellen damit zu fangen, ohne dass es dazu eines hohen Aufwandes an Kraft bedarf. Trotz der Größe ist es sehr stabil.

Als problematisch kann jedoch angeführt werden, dass man bereits Surfen muss. Dies erfordert insbesondere auch eine schnelle Reaktion und eine gute Balance. Wenn man dies nicht mitbringt, ist das Board nicht für einen geeignet.

  • Shortboards sind für Profis geeignet. Sie zeichnen sich durch eine sehr geringe Größe aus (etwa 167 cm bis 206 cm), durch ein sehr geringes Volumen und durch eine spitze Nose vorne am Board. Dadurch sind sie sehr leicht und wendig. Aus diesem Grund eignen sich derartige Boards sehr gut für mittelgroße und große Wellen.

Auf Grund des geringen Volumens ist das Surfen auf Shortboards sehr schwierig und erfordern daher einiges an Erfahrung und Können. Profis nutzen derartige Boards vor allem auch für diverse Tricks und Manöver. Es lässt sich sehr schnell eine hohe Geschwindigkeit aufbauen und es sind auch Duckdives möglich.

Es muss jedoch bedacht werden, dass solche Boards nicht für kleine Wellen geeignet sind. Zudem erfordern sie einen hohen Aufwand an Kraft beim Paddeln, da nur wenig Auftrieb herrscht.

  • Wer extrem hohe Geschwindigkeiten mit hoher Stabilität und Auftrieb erreichen möchte, sollte auf Guns zurückgreifen. Dabei handelt es sich um Surfbretter, welche insbesondere bei sehr großen Wellen genutzt werden. Die Boards sind sehr schmal und verfügen über eine Länge von mindestens 213 cm. Einige Modelle sind auch deutlich länger.
  • Boards mit einer Länge von über 365 cm findet man unter der Rubrik Longboards. Tatsächlich gibt es jedoch auch kleinere Modelle, ab ca. 243 cm. Sie eignen sich für kleine Welle, sollten jedoch ausschließlich von Fortgeschrittenen und Profis genutzt werden. Es lassen sich diverse Manöver mit diesen Boards bewerkstelligen.

Die Boards sollten keinesfalls unterschätzt werden, da sie trotz ihrer Größe viele Fähigkeiten in puncto Balance, Kraft und Koordination benötigen. Insofern bieten sie zwar einen guten Auftrieb und auf Grund der Größe auch eine hohe Stabilität. Aber die Wendigkeit erfordert viel Körpereinsatz.

Die Nose-Typen

Auch wenn verschiedene Surfbretter über die gleiche Form verfügen, welche wir bereits oben erläutert haben, können sich dennoch große Unterschiede ergeben. Dies hängt vor allem mit der Größe, dem Volumen und dem Material zusammen.

Weiterhin ist jedoch auch der jeweilige Aufbau des Surfbretts von maßgeblicher Bedeutung.

Dazu zählt unter anderem auch die Nose.

Die Nose, also zu Deutsch die Nase, beschreibt die vordere Spitze des Surfbretts.

Diese Spitze kann entweder sehr spitz sein, abgerundet spitz oder ganz rund sein. Man spricht dann in diesem Zusammenhang von Pointed Nose, Pointed Round Nose und Rounded Nose.

Eine Rounded Nose zeichnet sich durch eine sehr runde Spitze aus und eignet sich sehr gut bei Boards für Anfänger.

Eine Pointed Nose ist sehr spitz und daher bei Shortboards, also Boards für Profis zu finden.

Als Hilfestellung kann man sich merken, dass eine rundere Nase mit einer einfacheren Handhabung einhergeht. Dazu gehören insbesondere ein leichter Auftrieb, eine erhöhte Stabilität und ein leichteres Paddeln.

Spitze Nasen, welche häufig bei Profi-Boards zu finden sind, sorgen für einen höheren Aufbau von Geschwindigkeit. Damit einhergehend lassen sich Manöver besser bewältigen.

Die Tail-Typen

Korrespondierend zu der Nose gibt es natürlich auch den Tail. Tail bedeutet zu Deutsch Schwanz und beschreibt damit das hintere Ende des Boards. Es gibt viele verschiedene Typen, welche sich alle durch unterschiedliche Merkmale kennzeichnen lassen und unterschiedliche Zwecke verfolgen. Man unterscheidet zwischen Pin, Round, Square, Squash, Rounded Square, Swallow Tail und Fish Tail.

  • Pin: sehr spitz, dadurch weniger stabil aber sehr hohe Geschwindigkeiten erreichbar, eignet sich für schnelle und hohe Wellen
  • Round: schnell und gute Manövrierfähigkeit
  • Square: sehr breit mit spitzen Kanten, dies ermöglicht ein sehr stabiles Surfen, ohne Einbuße in puncto Wendigkeit
  • Squash: ein Square, welcher jedoch abgerundet ist, häufig bei Shortboards vorzufinden, stabil aber sehr schnell, gut für Tricks geeignet
  • Swallow: v-förmig, guter Auftrieb, schnelles Abbremsen, gibt dem Sportler viel Halt und Kontrolle bei Tricks, geeignet für kleine Wellen

Auch hier kann man sich als Hilfestellung merken, dass je breiter das Tail ist, desto größer die Fläche, desto mehr Auftrieb und desto leichter ist es in kleine und mittelgroße Wellen zu gelangen.

Je spitzer und schmaler der Schwanz ist, desto mehr Stabilität hat der Sportler in steilen Wellen und desto mehr Widerstand erfährt man in kleinen Wellen.

Kantige Tails wiederum sorgen für eine hohe Wendigkeit und ermöglichen gute Manöver.

Die Rail-Formen

Als Rail bezeichnet man die Seiten des Bretts. Je schärfer die Kanten sind, desto mehr Halt bekommt man, was vor allem bei steilen und schnellen Wellen von wesentlicher Bedeutung ist. Bei runden Seiten ist die Auflage besser, sodass es sich für kleine Wellen eignet.

Die Finnen

Die sogenannten Finnen sind an der unteren Seite des Surfbretts angebracht. Diese bestimmen die Lenkung.

Auch hier gibt es Unterschiede, welche allesamt verschiedene Zwecke verfolgen.

Sogenannte Single-Fins sind häufig bei Longboards. Sie geben viel Halt und Stabilität, wodurch man jedoch in puncto Tricks Einbuße erlangt.

Enge Turns und hohe Geschwindigkeiten absolviert man am besten mit sogenannten Twin-Fins. Wer jedoch kraftvolles Manövrieren beabsichtigt, sollte davon absehen

Drei Finnen, sogenannte Thruster Finnen findet man bei der Vielzahl von Surfbrettern. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie Stabilität geben. Dennoch ist das Brett wendig.

Quad-Finnen sollten genutzt werden bei sehr hohen Geschwindigkeiten, radikalen Manövern und anderen Tricks. Allerdings ist der Widerstand im Wasser höher, was bei gewissen Tricks bedacht werden muss.

Die Größe

Wir sind bereits bei den verschiedenen Surfbrett-Typen auf die Größe eingegangen.

Noch einmal zusammengefasst lässt sich dadurch festhalten, dass je länger das Brett ist, desto höhere Geschwindigkeiten lassen sich dadurch erzielen. Das Anpaddeln von Wellen gestaltet sich ebenfalls leichter.

Je breiter ein Surfbrett ist, desto mehr Stabilität verleiht es dem Sportler. Insofern eignen sich jene Boards hervorragend für Anfänger, da sich kleine Wellen leicht dadurch surfen lassen.

Die Brettdicke bestimmt sowohl die Geschwindigkeit, als auch die Wendigkeit. Je dicker ein Surfboard ist, desto höher ist das Volumen. Damit lassen sich Wellen leichter anpaddeln. Etwaige Manöver und allgemein die Wendigkeit erfahren hier jedoch erhebliche Einbußen.

Als kleine Hilfestellung lässt sich auch hier festhalten, dass man immer seine eigene Größe als Richtwert nehmen sollte. Wenn man sich noch zu den Einsteigern zählt, sollte man auf ein Surfboard zurückgreifen, dessen Länge ungefähr 30 cm bis 50 cm länger ist.